Ab in die Hölle
Die Hölle liegt näher als man glaubt. Versteckt im burgenländischen Seewinkel im Naturschutzgebiet zwischen Podersdorf und Illmitz finden Eingeweihte das Weingut und die Buschenschank “Zur Hölle”. Der Lokalaugenschein fährt seit Jahren besonders im Frühling gern im versteckten Schilf vorbei, da es dort einfach immer unglaublich warm ist, wenn im Rest Österreichs noch frisch-laufe Frühlingswindchen wehen. Die vom Boden ausstrahlende Wärme tut nicht nur uns Besuchern gut, sondern auch dem Wein, ergo sind wir wieder beim eigentlichen Thema.
Herrlich ruhig sitzt man in Richtung See und Sonnenuntergang auf der Terrasse der Hölle, beobachtet die immer wieder Vorbeispazierenden und Vorbei-Radelnden, lauscht dem “Sound of Neusiedlersee” und kostet sich dabei durch die roten und weißen Rebensäfte. Nicht ganz unwesentlich gibt es dazu feine regionale Schmankerl, Preßwurst mit Kernöl (5,80 Euro) und Zwiebel, Illmitzer Käse mit getrockneten Tomaten (6,80 Euro), Wildschinken und die obligatorischen großzügigen Aufstrichbrote. Besonderes Highlight: der besoffene Riesling-Weinguglhupf. Vorsicht: Nicht Autofahrertauglich! Auch der Wein hat den so beliebten günstigen Preis, das 8erl liegt bei 1,50 Euro, bei den schweren Roten teils ein wenig darüber.
Die Hölle ist nicht ganz leicht zu finden: Entweder von Podersdorf mit dem Fahrrad quer durchs Naturschutzgebiet Richtung Süden. Oder mit dem Auto auf der Bundesstrasse, bis kurz vor Illmitz rechts ein Weg abzweigt, der eine Detour macht. Wenn man hier langsam genug fährt, erblickt man auch den Wegweiser “Zur Hölle”… Wer wagt, gewinnt!
